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30. Dezember 2011 von KlaraH (31 Posts)
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So sicher wie die Weih­nachts­bot­schaft kehrt zum Jah­res­ende die Kunde vom Strom­markt wie­der: Wir erhö­hen euch die Preise! Maria und Josef flo­hen mit Jesus vor den Häschern des Hero­des nach Ägyp­ten. Doch wohin sol­len die Kun­den flie­hen vor dem Zugriff ihres Stromkonzerns?

Viele Ver­sor­gungs­un­ter­neh­men arbei­ten noch heute nach Guts­her­ren­art. Sie prei­sen Auf­schläge ein, deren ökono­mi­sche Berech­ti­gung sich nicht erschließt. Sie erhö­hen die Preise selbst dann, wenn ihre Bezugs­kos­ten sin­ken. Für die Ver­brau­cher — vor allem für die pri­va­ten Haus­halte — ist das zunächst ein Ärger­nis. Tat­säch­lich aber tun die Preis­trei­ber den Kun­den einen Gefal­len. Denn sie brin­gen den Markt in Bewe­gung, sie schaf­fen Anreize, Anbie­ter zu ver­glei­chen — und sie im Zwei­fel zu wechseln.

Der deut­sche Strom­markt ist heute bes­ser in Schuss als in den Jah­ren zuvor. Die Macht des Oli­go­pols — E.on, RWE, Vat­ten­fall Europe, Ener­gie Baden-Württemberg — beginnt zu brö­ckeln. Stadt­werke neh­men die Ver­sor­gung ihrer Kom­mu­nen wie­der stär­ker selbst in die Hand, etli­che kon­zer­n­un­ab­hän­gige Anbie­ter umwer­ben die Kun­den. Der Anteil der erneu­er­ba­ren Ener­gien im Strom­mix steigt. Strom­er­zeu­ger und –abneh­mer rücken wie­der näher zusammen.

Strom wird dadurch nicht unbe­dingt bil­li­ger. Aber ein höhe­rer Preis macht eher Sinn, wenn auf Umwe­gen davon die eigene Gemeinde pro­fi­tiert anstelle eines mul­ti­na­tio­na­len Kon­zerns. Er ist eher zu recht­fer­ti­gen, wenn die Erzeu­gung der Ener­gie dadurch ökolo­gisch moder­ner gestal­tet wird. Die Preis­trei­ber am Strom­markt schaf­fen am Ende mehr Trans­pa­renz. Und die ist den Ärger wert.

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Der Beitrag wurde am Freitag, den 30. Dezember 2011 um 20:35 Uhr veröffentlicht und wurde unter Industrietechnik abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
 
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